zur Startseite von zinsentwicklung.de

Unterschiedliche Strategien in Europa und den USA

US-Notenbankchef Ben Bernanke und Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), verfolgen derzeit sehr unterschiedliche Ziele: Während Bernanke der schwächelnden US-Wirtschaft mit dem Ankauf von Wertpapieren helfen will, kann sich Trichet über eine kräftige deutsche Wirtschaft freuen und seine bisherige Politik weiterführen. So beließ die EZB den Leitzins unverändert auf dem Rekordtief von einem Prozent. Die Aussichten für die Wirtschaft im Euro-Raum sind laut EZB-Prognosen mit einem moderaten Wachstum im zweiten Halbjahr positiv. Doch zu den Risiken für das Wachstum zählen weiterhin mögliche neue Spannungen an den Finanzmärkten und Preissteigerungen von Öl und anderen Rohstoffen. Zum Jahresende will der EZB-Rat weitere Entscheidungen über den Ausstieg aus den unkonventionellen Maßnahmen treffen.

Die Lage in den USA ist dagegen ganz anders. Die Mitglieder der US-Notenbank (Fed) gehen davon aus, dass die US-Wirtschaft weitere Unterstützung von der Geldpolitik benötigt und dass eine weitere Lockerung in nächster Zeit erforderlich werden könnte. Zwar haben sich die USA aus der, durch die Immobilien- und Finanzkrise ausgelösten schwersten Rezession seit Jahrzehnten befreit, aber das Wachstum hat sich in den vergangenen Monaten abgeschwächt. Manche Ökonomen befürchten sogar einen Rückfall in die Rezession. Zudem verschlechterte sich die Situation am Arbeitsmarkt. Anders als die EZB richtet die Fed ihre Geldpolitik auch am Arbeitsmarkt aus. Mit weiteren die Konjunktur stützenden Maßnahmen würde die Fed zur Politik aus der Krisenzeit zurückkehren. Anfang November entscheidet die Notenbank das nächste Mal über ihre Geldpolitik.

Mit den Plänen, die Geldpolitik weiter zu lockern, steht die Fed nicht alleine da. Die Bank of Japan lockerte ihre Geldpolitik bereits überraschend, um gegen den starken Yen zu intervenieren. Auch bei der Bank of England sind die Diskussionen wieder aufgeflammt. Sie hatte auf dem Höhepunkt der Finanzkrise damit begonnen, Staatsanleihen in einem Gesamtvolumen von 200 Mrd. Pfund aufzukaufen und im Februar ihr Programm erst einmal eingestellt. Das alles lässt den Euro, trotz der noch immer ungelösten Probleme, in weiten Teilen der Euro-Zone für Investoren attraktiver erscheinen und treibt ihn rasant nach oben.

An dieser Stelle haben wir bereits mehrfach auf die Vorteile von möglichst langen Zinsbindungen hingewiesen. Hier können wir Ihnen ab sofort ein weiteres Highlight bieten: Nutzen Sie alle Vorteile einer 30-jährigen Sollzinsbindung. Zahlen müssen Sie aber nur den Preis für eine 15-jährige Sollzinsbindung! Neben dem äußerst attraktiven Preis kommen aber auch die Punkte Sicherheit und Flexibilität nicht zu kurz. Mit einer Zinsfestschreibung von 30 Jahren können Sie sich optimal gegen einen Zinsanstieg in der Zukunft absichern, bleiben durch das Recht zu Tilgungssatzwechseln, Sondertilgungsmöglichkeiten und das gesetzliche Kündigungsrecht aber immer flexibel, in der Gestaltung Ihrer Finanzierung. Sprechen Sie uns schnell an, denn dieses Kontingent ist limitiert!

Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: steigend

Autor des Artikels

Michael Neumann

Michael Neumann - Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG

Michael Neumann wurde 1975 in Fürth geboren. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann absolvierte er ein Studium zum Diplom-Betriebswirt an der Georg-Simon-Ohm Hochschule in Nürnberg. Vor seiner Zeit bei Hypoport war Michael Neumann über acht Jahre für die Interhyp-Gruppe tätig, zuletzt als Geschäftsführer von MLP Hyp. Mit seinem Eintritt in den Hypoport-Konzern im Jahr 2011 übernahm er die Geschäftsführung der Qualitypool GmbH und war hier bis 2016 für den Bereich Finanzierungen und damit für die Produktsparten Baufinanzierung, Ratenkredit und Bausparen verantwortlich. Seit Juli 2016 ist er Vorstandsmitglied der Hypoport-Tochterfirma Dr. Klein Privatkunden AG.

zinsentwicklung.de verwendet Cookies, um Ihr Nutzungserlebnis zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Wenn Sie nähere Informationen zu Cookies und deren Deaktivierung wünschen, lesen Sie bitte unsere Datenschutzhinweise.