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Zinswende der Fed zu Ende: Wie wirkt sie sich die Leitzinssenkung auf unsere Bauzinsen aus?

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat den Leitzins wieder abgesenkt und die Zinswende damit vorläufig beendet. Wir zeigen den Zusammenhang dieser Entscheidung mit der Bauzinsentwicklung.

Zinswende der Fed zu Ende: Wie wirkt sie sich die Leitzinssenkung auf unsere Bauzinsen aus?
  • Inhaltsverzeichnis
    • Das Ende der Zinswende: Fed senkt Leitzins wieder ab

      Nach der Finanzkrise 2008/2009 hatte die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) den US-Leitzins nach und nach abgesenkt, um der Wirtschaft unter die Arme zu greifen. Nachdem eine Stabilisierung zu verzeichnen war, begann die Fed 2015 schließlich, den Leitzins sukzessive wieder zu erhöhen. Die Zinswende war eingeläutet, der Leitzins stieg in den Folgejahren bis auf eine Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent. Doch nun folgte die Kehrtwende aufgrund von erneut trüben Wirtschaftsaussichten: Ende Juli 2019 senkte die Fed den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 2,00 bis 2,25 Prozent. Zudem kündigte sie eine Drosselung ihres Anleihekaufprogramms an. Wir beschäftigen uns in diesem Artikel einmal damit, welche Auswirkungen diese Entscheidung auf die europäische Wirtschaft und auf unsere hiesigen Bauzinsen hat.

      Unsere Bauzinsen und die US-Wirtschaft

      Was wird aus den Bauzinsen hierzulande, wenn die Fed am US-Leitzins schraubt? Diese Frage ist, wie so oft, nicht ganz einfach zu beantworten. Die Höhe der Bauzinsen orientiert sich an der Höhe der Zinsen für deutsche Staatsanleihen und indirekt auch am Leitzins, den die Europäische Zentralbank (EZB) vorgibt. Den genauen Zusammenhang erklären wir in unserem Artikel rund um den EZB-Leitzins. Die deutschen Staatsanleihen sind gefragt, denn sie gelten als sehr sichere Anlage. Dementsprechend kann Deutschland dafür einen hohen Kurs verlangen und braucht Anlegern dafür keine hohen Zinsen zu zahlen, um überhaupt Käufer zu finden. Die Nachfrage ist trotzdem vorhanden. Erhöht nun die Fed in den USA den Leitzins, dann werden Geldanlagen im Dollar-Raum attraktiver als beispielsweise deutsche Staatsanleihen, Anleger wandern ab.

      Das bringt die EZB zwar in Zugzwang, allerdings nur geringfügig. Denn bei der Frage, ob sie den Leitzins ebenfalls erhöht, gibt sie anderen Entwicklungen höhere Priorität. Sie betrachtet vor allem den Zustand der europäischen Wirtschaft und die Inflationsrate. Nähert diese sich der Marke von 2 Prozent, werden Leitzinserhöhungen wahrscheinlicher. Ist die Inflationsrate davon weiter entfernt, gelten Leitzinserhöhungen als unwahrscheinlich. Ein höherer Leitzins würde kriselnde Staaten wie Italien und Griechenland zusätzlich belasten. Solange sich an der wirtschaftlichen Gesamtsituation Europas nichts Wesentliches ändert, wird die EZB trotz Leitzinserhöhungen in den USA den Leitzins nicht erhöhen. Genau dies war in letzter Zeit zu beobachten: Die Fed setzte den Leitzins hinauf, die EZB beließ ihn dennoch bei 0 Prozent. Stattdessen erfolgte nun die Trendwende in den USA mit einer erneuten Leitzinssenkung.

      Die EZB bleibt stur, und die Bauzinsen bleiben niedrig

      Zehn Jahre lang ist die US-Wirtschaft gewachsen und gewachsen, doch unlängst hat sich dieses Wachstum verlangsamt, und nun droht sogar ein Rückgang. Derzeit sind die Wirtschaftsaussichten weltweit eher schlecht. Hinzu kommen Trumps Handelskonflikte, die ebenfalls auf allen Kontinenten für Verunsicherung sorgen. Insofern war die Leitzinsabsenkung durch die Fed ein folgerichtiger Schritt, um die US-Wirtschaft kurzfristig zu unterstützen. Allerdings werden Geldanlagen im Dollarraum damit nun  wieder unattraktiver, weil es weniger Zinsen gibt. Das ist für den Euroraum zunächst einmal positiv, weil Anleger wieder zurückkehren. Der ohnehin hohen Nachfrage nach deutschen Staatsanleihen dürfte das einen zusätzlichen Schub verschaffen.

      In Europa spricht weiterhin wenig dafür, dass die EZB den Leitzins in Kürze erhöht. Zwar ist die Anzahl neuer Jobs innerhalb der EU gestiegen, die Arbeitslosenquote hat sich dadurch jedoch kaum verringert, und die Kerninflationsrate, in der Energie- und Lebensmittelpreise keine Berücksichtigung finden, ist in der letzten Zeit nur sehr leicht angestiegen. Auch in Europa werden die düsteren Wirtschaftsaussichten zum Anlass genommen, die Geldschleusen offenzuhalten. Und das wiederum bedeutet: Die Bauzinsen bleiben auch in Zukunft niedrig. Tagesaktuelle Beispielkonditionen für Ihre Finanzierung zeigt Ihnen unser Bauzinsen Rechner:

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      Gehen Sie Ihre Baufinanzierung also gelassen an und halten Sie sich an Ihre Vorsätze. Denselben Rat geben wir auch allen, die eine Anschlussfinanzierung planen. Das niedrige Zinsniveau hat für Sie aber einen besonderen Vorteil: Sie können schon jetzt auf Nummer sicher gehen. Mit einem Forward Darlehen reservieren Sie sich die heutigen Zinsen für einen späteren Zeitpunkt – damit liegen Sie derzeit immer richtig. Übrigens bietet Dr. Klein Ihnen längere Vorlaufzeiten als gewöhnlich: Bei uns können Sie Ihre Anschlussfinanzierung bis zu fünfeinhalb Jahre im Voraus in trockene Tücher bringen.

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