Die Zuversicht wächst weiter
| Laut der amerikanischen Notenbank (FED) hat sich die US-Wirtschaft im Juli und August weiter stabilisiert. In der Hälfte der Bezirke hat es Anzeichen einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation gegeben. Die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt bleiben jedoch schwach. Neben der steigenden Arbeitslosigkeit lastet zusätzlich ein kräftiger Rückgang der Verbraucherkredite auf dem Konsum – dem eigentlichen Rückgrat der US-Wirtschaft. |
Vertreter der FED erteilten einer baldigen Zinserhöhung eine Absage, machten jedoch deutlich, dass die FED den Zins zu gegebener Zeit aggressiver erhöhen wolle als zuletzt von 2004 bis 2006. Damals hatte die FED den Leitzins in kleinen Schritten angehoben. Vielen gilt dies als mitverantwortlich für die Exzesse, die zur Finanzkrise führten.
Die Zuversicht wächst auch weiter bei den Konjunkturexperten der Europäischen Zentralbank (EZB). Laut dem neuen Monatsbericht geht es mit der Wirtschaft in den 16 Euro-Ländern schneller aufwärts als erwartet. Nach Meinung der EZB werde sich die Konjunktur im Jahre 2010 allmählich erholen. Schneller als gedacht könnten die milliardenschweren staatlichen Konjunkturprogramme wirken und auch das Vertrauen könnte schneller wiederkehren. Für das kommende Jahr erwartet die Notenbank ein Wachstum von durchschnittlich 0,2 Prozent nach einem Einbruch der Wirtschaft 2009 von minus 4,1 Prozent. Es bestehen aber weiterhin Risiken, wie steigende Arbeitslosigkeit, höhere Ölpreise und Protektionismus.
Für die Zeit nach der Krise fordert die EZB einen rigiden Sparkurs von den Regierungen der Euro-Länder. In den meisten Euro-Ländern sind die Steuern und Sozialabgaben bereits hoch, daher müsse nach der Forderung der Notenbank auf der Ausgabenseite gespart werden. Eine zügige Rückkehr zu soliden Staatsfinanzen müsse laut EZB schon bei der Aufstellung der Haushaltspläne für 2010 und den mittelfristigen Finanzplanungen berücksichtigt werden. In den meisten Ländern haben die aufgelegten Konjunkturprogramme massive Löcher in die Staatsfinanzen gerissen – nun müssen schnell Szenarien für den Ausstieg aus dieser Schuldenpolitik gefunden werden, so die Notenbank.
Die Baugeldzinsen sind weiterhin, im historischen Vergleich, auf einem sehr günstigen Niveau. Baugeldinteressenten, die jetzt eine Erstfinanzierung abschließen, können sofort von diesen günstigen Zinsen Gebrauch machen. Doch auch alle Darlehensnehmer, bei denen in den nächsten 60 Monaten eine Umfinanzierung ansteht, können von der aktuellen Marktsituation profitieren. Die Banken erheben für jeden Monat Vorlaufzeit bis zum Beginn des neuen Darlehens einen Aufschlag. Doch wenn die Baufinanzierungszinsen in der Zeit bis zum Beginn des neuen Darlehens stark steigen, kann diese Variante günstiger sein, als mit dem Abschluss eines neuen Vertrags bis zum Ende der Zinsbindung des alten Darlehens zu warten. In Zeiten niedriger Zinsen ist der Abschluss eines Forward-Darlehens durchaus ratsam. Lassen Sie sich von den Baufinanzierungsspezialisten bei Dr. Klein beraten!
Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: steigend
Autor des Artikels

Diplom-Betriebswirt Stephan Gawarecki
Stephan Gawarecki wurde 1969 in Dortmund geboren. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Versicherungswesen war er beim Deutschen Ring in führender Position im Produktmanagement für den Bereich Bausparen tätig. Bei der FinanceScout24 AG baute er den Geschäftsbereich Versicherung auf und verantwortete als Director Products & Sales die Produktbereiche Versicherungen, Kredite und Geldanlagen. Seit September 2004 ist er Vorstand der Dr. Klein & Co. Aktiengesellschaft. Als solcher ist er zuständig für den Privatkundenbereich.