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12 Jahre2,973,01
15 Jahre3,103,15
20 Jahre3,213,26
25 Jahre3,393,44
30 Jahre3,493,55


 
Wir veröffentlichen für Sie regelmäßig unseren aktuellen Zinskommentar. Wie sieht der Zinstrend aus und welche Prognosen können erstellt werden? Wir beantworten die entscheidenden Fragen.
 

EZB und FED verändern Leitzinsen nicht

Wir erwartet wurde der Leitzins des Euroraums auf der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am vergangenen Donnerstag nicht verändert. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet bekräftigte frühere Äußerungen, dass das momentane Zinsniveau von einem Prozent angemessen sei. Der EZB-Rat sehe derzeit weder größere Deflations- noch Inflationsrisiken. Weitere Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft sind derzeit nicht geplant. Das zuletzt von der EZB beschlossene Ankaufprogramm für Pfandbriefe über 60 Millionen Euro hat am Montag begonnen. Mit diesem Programm möchte die EZB den von der Finanzkrise besonders stark getroffenen Pfandbriefmarkt wiederbeleben, der für die Refinanzierung der Banken in Europa von großer Bedeutung ist.

Des Weiteren versuchte Trichet, die wegen ihrer zögerlichen Kreditvergabe heftig in die Kritik geratenen Banken aus der Schusslinie zu nehmen, entließ sie dabei jedoch nicht aus der Verantwortung. Er erklärte, dass er mit dem Ergebnis des ersten über einem Jahr laufenden Refinanzierungsgeschäfts der EZB zufrieden sei. Dass die Banken das Geld zum Teil wieder bei der EZB geparkt hätten, überrasche nicht. Trichet erwartet in der Zukunft wieder einen geringeren Grad an Überschussliquidität; die Banken würden sich an die neuen Verhältnisse anpassen. Dennoch ermahnte Trichet die Banken, die von der EZB bereitgestellten Gelder in den Wirtschaftskreislauf einzuspeisen. Sowohl die geringere Nachfrage, aufgrund der Rezession, als auch das geringere Angebot führten zu einer langsameren Kreditvergabe in der Euro-Zone.

Auch die US-Notenbank (FED) hat den Leitzins in den USA auf ihrer letzten Sitzung unverändert gelassen. Er beträgt momentan zwischen null und 0,25 Prozent. Ben Bernanke, Chef der FED, machte deutlich, dass die wirtschaftlichen Bedingungen wahrscheinlich für längere Zeit ein außergewöhnlich niedriges Leitzinsniveau rechtfertigen werden. Auch die bereits aufgelegten Aufkaufprogramme von Wertpapieren ließ die FED unverändert. Die Notenbank hatte beschlossen, Wertpapiere in Höhe von 1.750 Milliarden Dollar, darunter 300 Milliarden Dollar an Staatsanleihen, vom Markt aufzukaufen. Nachdem Anfang Juni die Renditen bei Staatsanleihen und die Hypothekenzinsen stark gestiegen waren hatten Beobachter spekuliert, dass die FED ihre Programme ausweiten könne, da die FED ihr Ziel, die Zinsen niedrig zu halten, so nicht halten könne. Doch davon nahm die FED Abstand.

In Deutschland sind die Preise für Immobilien derzeit moderat. Von einer Immobilienblase kann hier keine Rede sein: seit dem Jahr 1996 stieg der Wert von Wohnimmobilien im Schnitt um 3,5 Prozent - in Frankreich lag der Wert beispielsweise bei 70 Prozent. Es kann davon ausgegangen werden, dass auch in der Zukunft nicht mit einem stark einbrechenden Markt zu rechnen ist, es spricht sogar viel für steigende Preise. So sind die Neubauquoten seit Jahren zu niedrig und das rückläufige Angebot bei steigender Nachfrage sorgt schon jetzt in Ballungsräumen zu steigenden Preisen. Auf der anderen Seite sind die Baugeldzinsen derzeit im historischen Vergleich sehr günstig.
 
Eine Zinsbindung von zehn Jahren ist derzeit schon für knapp vier Prozent zu bekommen, vor einem Jahr lag dieser Zins noch gut einen Prozent höher. Das entspricht bei einem Darlehen von 150.000 Euro einem jährlichen Mehraufwand von 1.500 Euro. Vor zehn Jahren musste man sogar mit einem Zinssatz von sechs Prozent rechnen. Daher unser Rat: Aktuell spricht vieles für den Kauf einer Immobilie - günstige Preise, niedrige Zinsen und Schutz vor Inflation - gerne beraten wir Sie dabei in allen Fragen rund um Ihre Finanzierung.

Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: steigend


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