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30 Jahre3,723,78


 
Wir veröffentlichen für Sie regelmäßig unseren aktuellen Zinskommentar. Wie sieht der Zinstrend aus und welche Prognosen können erstellt werden? Wir beantworten die entscheidenden Fragen.
 

Notenbanken beschäftigen sich weiter mit Ausstieg aus Notmaßnahmen

Die US-amerikanische Notenbank (FED) sucht nach einem Ausweg aus der Nullzinspolitik. Ben Bernanke, Präsident der FED, gab jetzt einige konkrete Hinweise, wie dieser Ausweg aussehen kann. So plant Bernanke, von der Federal Fund Rate als Leitzins abzurücken und sich stattdessen künftig stärker auf den Zinssatz für die Bankeneinlagen bei der FED halten, zu konzentrieren. Dort befinden sich zurzeit rund eine Billion Dollar an Liquidität. Außerdem kündigte Bernanke an, dass der sogenannte Diskontsatz bald steigen könnte. Damit will sich die FED zunächst auf die Liquiditätsprobleme konzentrieren. Die FED wechselt zu dieser Strategie, da es für eine Leitzinserhöhung zu früh ist: Die einsetzende Erholung der US-Wirtschaft ist noch zu schwach. Doch die Inflationsgefahr steigt und die FED will mit diesen Maßnahmen beweisen, dass sie bereit ist, den Gefahren zu begegnen, die durch überschüssige Liquidität in ihrer Bilanz entstanden sind.

Unterdessen hat Athanasios Orphanides, Mitglied des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB), zugesagt, dass sich die EZB aus den Notmaßnahmen zur erhöhten Liquiditätsversorgung der Banken vorsichtig zurückziehen wird. Die EZB wird die Maßnahmen zur erhöhten Kreditversorgung des Bankensystems fortsetzen, zugleich aber fortlaufend die Bedingungen an den Finanzmärkten und im Bankensektor beobachten. Da sich die Bedingungen an den Geldmärkten verbessert hätten, gebe es keinen so großen Bedarf mehr an unkonventionellen Maßnahmen. In ihrer Sitzung am 4. März wird die EZB Orphanides zufolge über einen fortgesetzten Rückzug aus diesen Maßnahmen diskutieren. Als angemessen bezeichnete Orphanides das derzeit niedrige Zinsniveau, da sich die Inflation momentan unterhalb der Definition der EZB von Preisstabilität befindet.

Die Ökonomen sind sich derweil weiter uneins, wann die EZB die Leitzinsen im Euro-Raum erhöhen wird. Während einige Ökonomen davon ausgehen, dass die EZB gegen Ende des Sommers erstmals wieder an der Zinsschraube drehen wird, rechnet das Gros der Ökonomen erst im vierten Quartal oder Anfang 2011 mit einer Zinswende in der Europäischen Währungsunion.


EZB-Präsident Jean-Claude Trichet fordert unterdessen zusätzliche Sparanstrengungen von Griechenlands Regierung. Nur so könne Griechenland das mit der EU vereinbarte Ziel erreichen, sein Haushaltsdefizit dieses Jahr um vier Punkte auf 8,7 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt zu senken. Trichet zeigte sich zudem überzeugt, dass Griechenland das einzige Sorgenkind der Euro-Zone ist.

Die Experten sind sich einig: Das aktuelle Zinstief wird nicht ewig dauern. Steigen die Zinsen um ein Prozent, so liegt die Zinsersparnis innerhalb von zehn Jahren bei einem Darlehen von 150.000 Euro bei 15.000 Euro, wenn Sie das jetzige Zinsniveau ausnutzen. Entscheiden Sie sich also jetzt für Ihre Baufinanzierung! Die Baufinanzierungsexperten von Dr. Klein beraten Sie gern und zeigen Ihnen Möglichkeiten auf, Ihre Finanzierung zum Beispiel durch die Einbindung eines KfW-Darlehens nach Ihren Wünschen zu gestalten.

Tendenz
Kurzfristig: schwankend
Langfristig: steigend

 


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