Trotz zunehmender Anzeichen für ein Wiedererstarken der weltgrößten Volkswirtschaft hat die US-Notenbank (FED) die Leitzinsen in den USA unverändert bei null bis 0,25 Prozent belassen. Auf diesem historischen Tiefstand befinden sie sich bereits seit Ende 2008. In ihrer Erklärung teilte die FED mit, dass der Leitzins noch für einen ausgedehnten Zeitraum extrem niedrig bleiben wird. Für einen schnellen Kurswechsel gibt es nach Meinung der überwiegenden Mehrheit der Ausschussmitglieder noch nicht genug Gründe. Die Wirtschaft habe zwar weiter zugelegt und auch die Lage am Arbeitsmarkt habe sich verbessert, doch der private Konsum werde trotz Erholungszeichen weiter von der hohen Arbeitslosigkeit und Krediteinschränkungen seitens der Banken gedrückt. Der Konsum, die wichtigste Stütze der US-Konjunktur, war im Zuge der schwersten Rezession seit Jahrzehnten in den vergangenen beiden Jahren deutlich gesunken.
Die Teuerung wird laut Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) bis 2011 niedrig bleiben. Damit beschwichtigt der IWF die Beunruhigung über eine mittelfristig zu stark steigende Inflation in der Euro-Zone und den USA. In der Euro-Zone erwartet der IWF für 2011 eine Inflation von 1,3 Prozent und in den USA von 1,7 Prozent. Beide Werte liegen liegt unter den Notenbankzielen von rund zwei Prozent. Die EZB forderte der IWF auf, den Leitzins weiter außergewöhnlich niedrig zu halten und so die anfällige Erholung zu stützen. Ihre sonstigen Kredithilfen solle die EZB nur langsam zurückfahren. Auch der FED riet der IWF, an einer eher lockeren Geldpolitik festzuhalten.
Laut dem Vizepräsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) Lucas Papademos werden die Schuldenprobleme Griechenlands keine neue Bankenkrise auslösen. Allerdings sei nicht auszuschließen, dass die Wertberichtigungen der Banken wegen der Probleme in Griechenland weiter steigen. Papademos ist der Meinung, dass die Schwierigkeiten Griechenlands von Grund auf gelöst werden müssen. Die Mitgliedsstaaten der Währungsunion forderte er erneut zu einem strikten Sparkurs und zur Einhaltung der Defizitregeln auf. In diesem Zusammenhang warnte er, dass bei einigen Ländern der Zeitplan des Defizit- und Schuldenabbaus möglicherweise auf zu optimistischen Annahmen beruhe.
Die aktuelle Schuldenkrise Griechenlands hat positive Auswirkungen für deutsche Baugeldinteressenten: Die Investoren greifen vermehrt zu sicheren Papieren wie Bundesanleihen. Die hohe Nachfrage drückt die Zinsen und da die Banken sich über Anleihen refinanzieren, wird auch das Baugeld verbilligt. Baufinanzierungsinteressenten können derzeit eine Finanzierung mit zehn Jahren Zinsbindung abschließen, deren Zinssatz circa ein Prozent günstiger ist als noch vor 18 Monaten. Ein Prozent mag auf den ersten Blick nicht nach viel aussehen, aber der Unterschied kann groß sein. Bei einer Darlehenssumme von 150.000 Euro beläuft sich die Differenz bei einer Laufzeit von zehn Jahren auf 15.000 Euro. Da das Zinstief nicht ewig andauern wird, lautet unser Tipp: Sichern Sie sich jetzt die günstigen Zinsen. Lassen Sie sich von den Finanzierungsexperten von Dr. Klein beraten - dem nach Meinung von n-tv „besten Direktfinanzierer“.
Tendenz Kurzfristig: schwankend Langfristig: steigend
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