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20 Jahre3,213,26
25 Jahre3,393,44
30 Jahre3,493,55


 
Wir veröffentlichen für Sie regelmäßig unseren aktuellen Zinskommentar. Wie sieht der Zinstrend aus und welche Prognosen können erstellt werden? Wir beantworten die entscheidenden Fragen.
 

2008 - Ein Ausblick

Das Jahr 2007 war in vieler Hinsicht turbulent. In der ersten Jahreshälfte boomte die Weltwirtschaft im fünften Jahr in Folge und vor allem Deutschland konnte endlich von der starken Nachfrage nach Investitionsgütern profitieren. Bei den Bauzinsen waren die starken Inflationsbefürchtungen dafür verantwortlich, dass die Zinsen nach einem niedrigen Start kräftig anstiegen. Im August kam dann, für die meisten völlig unerwartet, die Subprime-Krise in den USA mit erheblichen Auswirkungen auf die Kapitalmärkte, aufgrund derer die Bauzinsen dann wieder nachgegeben haben.

Diese Krise ist für die USA noch nicht vorüber. Das zeigten die jüngsten Ausfallraten bei den US-Hypotheken. Schon jetzt ist zu erkennen, dass von den Auswirkungen nicht nur der Subprime-Sektor, sondern auch die ganze Breite der Immobilienfinanzierung betroffen sein wird und auch die Gefahr besteht, auf die Konjunktur durchzuschlagen. Beruhigung auf dem Finanzmarkt kann erst wieder ab dem Frühjahr entstehen, wenn die Banken ihre Jahresabschlüsse veröffentlichen und das Ausmaß der Finanzkrise für die gesamte Branche bekannt wird. Bei den Banken geht man davon aus, dass der Interbanken-Geldmarkt dann wieder besser funktionieren wird. Allerdings wird die US-Hypothekenkrise auch bis weit in das Jahr 2008 im gesamten Finanzsektor für Unsicherheit sorgen.

Für die USA wird in diesem Jahr generell das Thema „Rezession oder nicht“ von großer Bedeutung sein. In diesem Zusammenhang wird die Wahl des Nachfolgers von Präsident George W. Bush, die im November 2008 ansteht, von manchen auch schon als „Rezessions-Wahl 2008“ bezeichnet. Die US-Notenbank (FED) wird auch 2008 versuchen die wirtschaftliche Talfahrt zu verhindern. Ökonomen rechnen damit, dass die FED die Leitzinsen weiter senken wird um die Preise stabil zu halten und um für ausreichend Beschäftigung zu sorgen. Hier ist aber die Frage, ob diese Aktionen ausreichen, um eine Rezession abzuwenden.

Allgemein war das Jahr 2007 für die deutsche Wirtschaft ein erfolgreiches Jahr. Das Bruttoinlandsprodukt ist um 2,5 Prozent gewachsen und die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten stieg in den ersten neun Monaten 2007 um rund eine Million. Dieser Anstieg der Beschäftigung könnte im Jahr 2008 in seinen Grundelementen vor allem gut für die Kräftigung der Binnennachfrage in Deutschland sein, die so evtl. den durch den hohen Eurokurs bedingten Rückgang der Exporte ausgleichen kann. Für die deutsche Konjunktur ist zurzeit das größte Risiko in der möglichen Rezession in den Vereinigten Staaten zu sehen und dem Überschwappen auf die anderen Industrieländer. Die gestiegenen Preise für Rohöl und Nahrungsmittel könnten die Verbraucher, trotz hoher Beschäftigung, weiter verunsichern, so dass der private Konsum tatsächlich stagniert.

Für die Baugeldzinsen 2008 heißt dies, dass die Zinsen in den nächsten Monaten stärkeren Schwankungen unterliegen werden, bis sich der Kapitalmarkt von den Turbulenzen der Finanzkrise erholt hat. Aufgrund des kurzfristigen Rückgangs der Zinsen um bis zu 20 Basispunkte, empfiehlt sich der Abschluss einer Immobilienfinanzierung zum jetzigen Zeitpunkt, bevor ein erneuter Anstieg der Baugeldzinsen einsetzt.

Die Notenbanken werden aktuell versuchen, weiterhin angemessen zu reagieren. Die FED wird sicherlich bei weiterhin negativem Ausblick schon auf ihrer nächsten Sitzung ein weiteres Zinssignal setzen. Für die EZB bedeutet dies, will sie nicht durch eine noch weitere Verschlechterung im Verhältnis von US-Dollar und Euro sorgen und damit den kritischen Konjunkturentwicklung weiter Vorschub leisten, dass zumindest von keiner weiteren Zinserhöhung auszugehen ist.

 

Klaus Kannen, Vorstand und verantwortlich für den Geschäftsbereich Finanzierungen: „Unsere Empfehlung lautet daher, jetzt noch niedrige Konditionen zu sichern und vor allem von langen Laufzeiten der Zinsbindung Gebrauch zu machen. Zusätzlich bieten wir die Möglichkeit die Finanzierung, durch den Einbau von KfW-Mitteln, für Eigennutzer noch zusätzlich zu optimieren. Denken Sie daran, dass Ihnen dabei das gesetzliche Sonderkündigungsrecht nach zehn Jahren ermöglicht, eventuell niedrigere Zinsen neu festzusetzen. Und für alle, denen besonders viel Flexibilität wichtig ist, bieten wir auch Darlehen an, die jederzeit kündbar sind.

Die nach wie vor flache Zinsstrukturkurve macht darüber hinaus Anschlussfinanzierungen derzeit weiterhin sehr attraktiv, so dass Forwarddarlehen weiterhin genutzt werden sollten.“

 

Tendenz

Kurzfristig: seitwärts

Langfristig: steigend

 


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